Ekovilla – erneuerbare Rohstoffe

Ökologisch + nachhaltig? Kreislaufwirtschaft!

Die Produktpalette von Ekovilla, von Asphaltfiber, Einblasdämmung bis hin zur Ekovilla Dämmplatte

Die Produktion von Bau- und Dämmstoffen gehört weltweit zu den größten CO2 – ausstoßenden Sektoren. Gefragt sind in Zukunft Bau- und Dämmstoffe, die nicht nur einen minimalen CO2 Fußabdruck hinterlassen, sondern innerhalb der Kreislaufwirtschaft wiederverwendbar sind und mehrere Anwendungsgebiete gleichzeitig abdecken. Gefragt sind Bau – und Dämmstoffe, die verrottbare Abfall hinterlassen und keine jahrzehnte- bis jahrhundertelange Belastung von Deponien verursacht.

Die Ekovilla Zellulose-Dämmmatte wird aus recycelten Holzfasern, in ihrer Ursprungsform aus altem Zeitungspapier, hergestellt und ist eingebaut ein CO2 neutraler Dämmstoff.  Das heißt, dass bei der Produktion der Dämmmatten nicht mehr CO2 ausgestoßen wird, als in der ursprünglichen Holzfaser gespeichert ist. Sie binden Kohlenstoff während ihres ganzen Lebenszyklus‘.

Zudem kann der Dämmstoff bei einem Gebäude-Rückbau wieder recycelt und als Dämmung weiter verwendet werden. Am Ende des bauseitigen Lebenszyklus‘ steht das Material zur Bodenverbesserung (verwässert) zur Verfügung oder dient zur Brennstoffenergie-Gewinnung.

Was leistet die Ekovilla Zellulose-Dämmmatte?

– atmungsaktives Material mit großem Speichervermögen dank seiner Faserstruktur
– hervorragender sommerlicher Hitzeschutz
– Wärmeleitfähigkeit ʎB 0,039 W/(mK)
– sehr formstabil, fasert beim Schneiden nicht aus
– über die ganze Fläche regelmäßige Festigkeit, Dichte 32-42 kg/m³
– Baustoff-Emmissionsklasse M1
– Brandklasse Euro E
– CE-Konformitätskennzeichnung WF-EN 13171-T2
– leicht zu verarbeiten
– Wiederverwendbarkeit

Ergänzend zur Zellulose-Einblasdämmung erfüllt die Ekovilla Zellulose Dämmplatte modernste Anforderungen an diverseste Kriterien wie Wärmedämmung und -speicherung, Feuchtesorption, Verarbeitung, Baubiologie, Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz. Das Material bedeutet nicht nur eine hohe Wärmedämmung im Winter, sondern speichert in den heißen Sommermonaten auch die Wärme, die von außen kommt und gibt sie erst verzögert an die Innenräume weiter, wenn diese abends kühler werden (Hitzeschutz). Dies ist ein unschlagbarer Vorteil verglichen mit konventionellen Dämmstoffen.

Verwendung

Zellulose-Dämmmatten sind für alle Dämmebenen geeignet: Für die Dachdämmung (Schrägdach, Flachdach), Außenwanddämmung (Vorsatzschalen), Zwischenwanddämmung, Fußbodendämmung, zur obersten Geschossdeckendämmung, Zwischendeckendämmung sowie für abgehängte Decken. Ein Dämmstoff für das gesamte Haus verringert Logistikkosten und den ökologischen Fußabdruck.

Insbesondere für den Holzrahmenbau ist die Ekovilla Zellulose-Dämmmatte durch seine Formstabilität und die einfache und schnelle Bearbeitung ideal geeignet.

Verarbeitung

Die robusten Platten mit einer durchschnittlichen Wärmeleitfähigkeit ʎB 0,039 W/(mK) und Brandklasse Euro E sind formstabil bis an die Ecken und lassen somit keine Hohlräume offen. Sie können ganz einfach von Hand mit

– einem Dämmstoffmesser,
– Fuchsschwanz,
– Dämmstoffsäge,
– oder maschinell mit einem elektrischen Fuchsschwanz

bearbeitet werden. In Ekovillas Verarbeitungsvideo ist die Umsetzung dafür anschaulich erklärt.

Die Platten werden passgenau zwischen die Hölzer geklemmt oder auf eine Ebene gelegt. Dabei entstehen saubere Schnittkanten, Zerfaserungen treten beim Schneiden nicht auf – Aussparungen, Ecken oder Löcher können präzise aus der Platte geschnitten / gesägt werden. Ein individuelles und den Wünschen entsprechendes Produkt für das eigene Haus entsteht.

Historisches Schmuckstück mit natürlichen Bau- und Dämmstoffen restauriert

Einblick in die Schmiede

Geht es euch auch so? Steht man vor einem historischen Monument geht die Fantasie mit einem durch. Wie sah das Leben in diesen alten Gemäuern in seiner florierenden Zeit aus, welche Geschichten ereigneten sich und wie könnte es wieder sein. Denkmäler sind ein Tor zu einer anderen Zeit, die wir uns heute kaum noch ausmalen können. Sie verzaubern und romantisieren. Ihr Erhalt bereichert auch die Gegenwart. Um den passionierten Instandhaltern und ihren umfangreichen Einsätzen an der Geschichte eine Plattform zu bieten schreibt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) zusammen mit dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) jährlich den Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege aus. Prämierungen sind mit insgesamt 15.000€ dotiert.

2020 erhielt in Sachsen die Dorfschmiede Badrina aus der Gemeinde Schönwölkau den zweiten Platz. Das Schmiedegebäude steht unter Denkmalschutz. Es ist eines der wenigen weitestgehend original erhaltenen Dorfschmieden in Sachsen, im Kern aus dem 15. Jahrhundert. Die älteste vorhandene urkundliche Erwähnung wird auf 1634 datiert. In Betrieb war sie sogar bis 1951. Heute nimmt sich ihrer der Förderverein Schmiede Badrina e.V. an.

Die Restauration der Schmiede ist nun abgeschlossen. Für den professionellen Einsatz benötigte es einiges an Erfahrung und Handwerkskunst. Siegfried Pfennig, Maurermeister und Restaurator im Maurerhandwerk , brachte genug Wissen aus der Praxis für dieses Vorhaben mit. Er und seine Kollegen von Pfennig Bau waren im wochenlangen Einsatz auf der Baustelle aktiv. Wir nutzen nun die Gelegenheit, um mit ihm über die Beteiligung vor Ort, die Wichtigkeit zur Bewahrung historischer Denkmäler und den Einsatz natürlicher Baustoffe zu sprechen.

Hr. Pfennig, erzählen Sie uns von den Eindrücken, als Sie das erste mal auf die Baustelle kamen.

Ich fand ein sehr interessantes  Gebäude vor, welches  teilweise im Urzustand  noch erhalten war. Allerdings  waren viele Bereiche notgesichert.  Ich glaube, die meisten Leute – auch Handwerker – würden denken, dass man so ein Gebäude nicht mehr erhalten kann. Das Dach war eingebrochen, der Schornstein schon abgetragen. In einigen Bereichen waren starke Nässeschäden und dadurch das Holz extrem geschädigt.

Welche Herausforderungen brachte das Gebäude mit sich?

Die Vorgehensweise wurde mit der Unteren Denkmalbehörde,  der Landesdenkmalbehörde  und den aktiven Vereinsmitgliedern  vor  Ort  in allen Details abgestimmt.  Die statische Sicherung musste natürlich gewährleistet sein. Während der fortschreitenden Bauphase wurde zum Beispiel immer wieder neu geklärt, welche Bereiche verbleiben können und welche unbedingt ausgetauscht werden müssen. Die Herausforderung war, soviel wie möglich alte Substanz zu erhalten.  Sofern Teile neu ergänzt wurden, mussten die passenden Baumaterialien gefunden werden.

Seit Ihrer Lehre betätigen Sie sich für Denkmäler. Als Mitglied der Kirchenbrigade Ephorie Oschatz bewahrten Sie mit Gleichgesinnten damals Kirchen sowie Kirchengebäude und retteten diese mit knappen Mitteln vor dem Verfall. Was reizt Sie an Denkmälern?

Mich beeindruckt immer wieder, was in den vergangenen Jahrhunderten durch die  Handwerkskunst entstanden ist.  Wenn ich eine Stadt das erste Mal besuche, schaue ich mir gern die alten Kirchen und andere historische Gebäude an. Es ist immer wieder beeindruckend, mit welchen Mitteln und Technik in der Vergangenheit gebaut wurde und wielange diese Gebäude Bestand haben.  Historische Bausubstanz zu erhalten und bewahren ist für mich eine Wertschätzung der Leistungen der früheren Generationen und ein Aspekt der Nachhaltigkeit.

Wir freuen uns, einen Teil zum Denkmalschutz beigetragen zu haben. Immerhin haben Sie viele der Baumaterialien aus unserem Shop bezogen.

Lehmmörtel mit mineralischen Anteilen (Claytec) zum Ergänzen und Verputzen von Fehlstellen im Innenbereich

Lehmmörtel mit Strohanteilen (Claytec) zum Wickeln von Lehmstaken

Historischer Kalkmörtel in abgestuften Körnungen (Quick-Mix, Tubak) für Innen- und Außenputz

mehrjährig eingesumpfter Kalk (Altmannsheiner von Körndl) für Außenanstrich. Wurde teilweise freskal mit Bürste gestrichen

Ziegeldrahtgewebe (Rajasil) als Putzträger im Außenbereich

Um denkmalgerecht zu sanieren, ist es wichtig, auch die Baustoffe zu verwenden, die früher eine Rolle gespielt haben. Als Beispiele möchte ich Kalk und Lehm nennen. Kalkmörtel wurde verwendet, weil dieser diffussionsoffen ist und auf Grund seiner homogenen Eigenschaften sich dem Untergrund besser anpasst. Das gleiche trifft auch auf eingesumpften Kalk als Anstrich zu. Lehm ist bekanntlich einer der ältesten Baustoffe der Welt. Beide Baustoffe sind energetisch nachhaltig, da sie der Natur entnommen werden und wenig Energie bei der Herstellung verbraucht wird.

Vielen Dank für den umfangreichen Einblick.

Holzwolle-Leichtbauplatten HWL

Heraklith – diesen Namen verbindet man unweigerlich mit den im Volksmund genannten Sauerkrautplatten: aus langfasrigem Fichten- oder Kiefernholz (Holzwolle) und einem mineralischen Bindemittel oder Zement hergestellte Putzträger-, Schallschutz- und Wärmedämmplatten. Die Oberfläche der gepressten Bauplatten assoziiert man optisch eben wie Sauerkraut. 2006 ging der langjährige österreichische Hersteller dieser Platten, die Heraklith GmbH in die Knauf Insulation GmbH über.

Als Putzträger-, Konstruktions- und Schall-Dämmplatten in Dachschrägen, an Zwischenwänden, an Kellerdecken, an Decken von Tiefgaragen oder als Verkleidung von McDonald‘s-Filialen haben diese Holzwolle-Leichtbauplatten  eine jahrzehntelange Tradition. Nach der politischen Wende in Deutschland etwas in Verruf geraten, erleben sie seit einigen Jahren eine Renaissance und werden selbst in neuen Museen, Gewerbegebäuden, Flughäfen, Jugendherbergen, Wohnlofts oder Kindergärten wieder eingebaut. Besonders auf Grund der hervorragenden akustischen Eigenschaften der Platten werden sie als Schall absorbierende und gleichzeitig gestaltende Elemente in der modernen Architektur gezielt  eingesetzt, mancherorts auch als lebendiger Gegenpol zur sterilen und billigen Gipskartonwelt. Die nichtbrennbaren A2-Platten erfüllen zudem die komplexen Brandschutzanforderungen sowohl im Neubau wie in der Sanierung.

Heraklithplatten gehören zu den ältesten technisch hergestellten Dämmplatten aus nachwachsenden Rohstoffen. Durch ihre grobfaserige Struktur sind sie ganz von selbst hoch diffusionsoffen und in der Lage Feuchtigkeit zu speichern. Sie sind schadstofffrei und verhalten sich zu allen anderen Baustoffen neutral. Mit der  Ergänzung der zementgebundenen Heraklith C-Platte mit der maßgenaueren BM-Platte (bandformmaschinengefertigt) mit einem neuen, mineralischen Bindemittel hat die Heraklithplatte auch im ökologischen Bauen und im Holzrahmenbau Einzug gehalten. Sie ist zur idealen Konstruktions- und Putzträgerplatte für Lehm- und natürliche Kalkputze avanciert. In dieser Kombination wird sie zum Superpuffer für Feuchtigkeit und Wärme. Leichtbauwände, Verkleidung von Dachschrägen, Deckenabhängung, Vorsatzschalen am Mauerwerk, Innen- und Außendämmungen, Trittschall- und Fußbodendämmung – für praktisch alle Lösungen in der Sanierung und im Neubau finden Heraklithplatten heute Verwendung.

Natürlich hat sich die Produktpalette und damit die Anwendungsvielfalt der Heraklithplatten in den letzten Jahren stark erweitert.

Nebst den klassischen Heraklith C- und BM-Platten mit ihren nichtbrennbaren A2-Varianten gibt es die Heraklith Tektalan. Sie besteht nicht nur aus einer Schicht weißzementgebundener Heraklith-Platte, sondern zusätzlich einseitig (Zweischichtplatte) oder als Sandwichplatte im Kern (Dreischichtplatte)  aus einer Lage Steinwolle in verschiedenen Stärken. Auch diese Platte ist in der nichtbrennbaren A2-Variante auf dem Markt. Tektalanplatten sind für die nachträgliche Wärme- und Schalldämmung sowie zum Brandschutz von Keller- und Tiefgaragendecken (Großgaragen), Wänden, Kellerfluren in Hochhäusern oder Technikräumen vorgesehen sowie zur Verbesserung der Feuerwiderstandsdauer von Betondecken (Brandschutz). Die Platten sind auch werkseitig nach diversen RAL-Farbtönen  eingefärbt erhältlich oder können selber eingefärbt werden.

Die neueste HWL-Platten-Entwicklung der Knauf Insulation GmbH ist die Tektalan A2-SmartTec. Diese Platte besitzt im Unterschied zurHeraklith Tektalan eine Sichtfläche und ihre Kanten sind allseitig gefast. Auch sie ist nach diversen RAL-Farbtönen eingefärbt erhältlich. Ihre natürliche Optik macht sie zur absoluten Designplatte für die moderne Architektur und besitzt zugleich alle Eigenschaften der klassischen Heraklith Tektalan.  Damit erhalten Beton-/Stahl-/Glasbauten eine funktionale und gleichzeitig ästhetische Ergänzung.

Eine weitere neue Errungenschaft ist die Tektalan A2-FP / HB. Diese dreischichtige, weißzementgebundene Holzwolle-Mehrschichtplatte mit Steinwollekern ist nichtbrennbar und schließt mit ihrer WDVS-Fähigkeit die Lücke im Holzwolle-Sortiment von Knauf. Sie ist speziell für  den Holzbau als Wärme- und Schalldämmung sowie als Putzträger konzipiert. Mit der Eignung zur K260-Brandschutzbekleidung erfüllt die neue Platte die höchsten Brandschutzanforderungen im Holzbau. Zusätzlich ist die neue Super-Platte für tragende, raumabschließende Wandkonstruktionen vorgesehen – es läßt sich also mit der Tektalan A2-FP / HB quasi ein komplettes Haus errichten.

Und nun kommt bei einer solchen Anzahl verschiedener Platten natürlich die Frage auf: Wie werden sie eigentlich wo befestigt? Mit welchen Befestigungsmitteln? Denn die Platten verlangen bestimmte Bedingungen an die Unterkonstruktion und Untergründe überhaupt.

Für die Montage bietet Knauf verschiedene Montageanleitungen, z.T. sogar für einzelne Plattenstärken. Denn je nach Dicke der Platte kann auch die Unterkonstruktion variieren. Folgende Links führen zu Montageanleitungen oder zu technischen Merkblättern, die ebenso Hinweise auf die Montage geben:

Dokumentencenter, Montageverarbeitung

Dokumentencenter, Anforderungen und Datenblätter

Dokumentencenter, Praxistipps und Verarbeitungsrichtlinien

oder für ganze Broschüren:

Dokumentencenter, Broschüren

Dokumentencenter, BIM Projekte

Wie weiter oben schon erwähnt, bietet die Holzwolle-Struktur der Heraklithplatten eine ideale Oberfläche für Lehm, Kalk- und andere Putze. Im Gegensatz zu Holzweichfaserplatten, die nur dünnlagig geputzt werden, kann auf Holzwolle-Leichtbauplatten dickschichtig geputzt werden. Dies erweist sich als besonderer Vorteil, wenn gerade im Lehmbau in Innenräumen ein ausgleichendes Raumklima geschaffen werden soll. Zur Feuchtepufferung entfalten Lehm- und natürliche Kalkputze erst ihre volle Wirkung ab 1,5 bis 2 cm Putzstärke. Damit ist genug Putzmasse da, die den Feuchteausgleich (Speicherung und wieder Abgabe) und nebenbei auch die Wärmespeicherung schaffen kann. Erst so wird das allumworbene Wohlfühlklima wirklich erreicht. Heraklithplatten vertragen solche Putzstärken selbst an Decken. Wichtig beim Putzen ist immer die Verwendung einer vollflächigen Gewebearmierung, damit der Putz an den Plattenstößen nicht reißt.

Und am Schluss mit einer Lehm- oder Kalkfarbe gestrichen, steht einem ästhetisch schönen und baubiologisch sinnvollen Raumklima nichts mehr im Weg.

Die Entscheidung für Heraklithplatten lässt vielleicht trotz oben erwähnter Links noch ein paar Fragen offen. Für diesen Fall und zusätzliche Beratung gibt Baunativ GmbH & Co. KG gerne Auskunft.